Schwäbischer Whisky darf nicht "Glen" heißen

Bei Whisky geht es nun einmal auch um das Geschäft und viel Geld. Das musste jetzt eine kleine Brennerei aus der Nähe Stuttgarts erfahren, die ihren Whisky als "Glen Buchenbach" am Markt anbieten wollte. Die Rechnung haben sie jedoch ohne ein Konsortium schottischer Whiskyproduzenten gemacht... die wandten sich nämlich schon Mitte 2018 an den Europäischen Gerichtshof, welcher die Klage aber an die deutsche Justiz verwies. 

In Hamburg fiel nun das, zumindest für die Schwaben, wenig erfreuliche Urteil. Die Bezeichnung "Glen", im Englischen bzw. Schottischen für "Tal" genutzt, dürfen sie für ihr Produkt nicht nutzen, so die Richter. Der Namenszusatz beeinträchtige die besonders geschützte geografische Angabe "Scotch" und es kann hier zu Verwechselungen und somit zu Beeinträchtigungen der schottischen Produzenten kommen, führte das Gericht zur Begründung an. 

Die EU-Spirituosenverordnung schützt in der Auslegung des Gerichtes nicht nur die geografische Herkunftsbezeichnung, sondern auch damit verbundene bzw. angrenzende Bezeichnungen, welche ggf. zu Irreführungen führen kommen. Es komme dabei schon auf das einzelne Wort (hier "Glen") an, nicht auf den Gesamteindruck des Produktes. Klarstellende Angaben auf der Verpackung seien daher nicht ausreichend. 

Mehr zu dem Produkt, welches auf der Seite der Brennerei noch immer als Glen Buchenbach verkauft wird sowie Pressemeldungen etc. findet man auf www.waldhornbrennerei.de

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