Künstliche Intelligenz erzeut Whisky.

Kürzlich berichtete das Magazin t3n von einem unserer langjährigen Aussteller beim Köpenicker Whiskyfest. Die schwedischen Brenner von Mackmyra scheint die jahrhundertealte Geschichte der Destillation von Whisky auf den Kopf zustellen.

Was Brennmeister und Blendmaster von Generation zu Generation weitergegeben und über viele Jahrhunderte perfektioniert haben, was in Fässern unterschiedlichster Gattung in vielen, vielen Jahren reift und durch Geografie, Wetter und sogar das Mikroklima im Warehouse erzeugt wird, nämlich ein charaktervoller, im besten Fall einzigartiger Geschmack, soll zukünftig durch KI erzeugt werden?

KI bzw. Künstliche Intelligenz ist ein Megathema und beherrscht den Fachaustausch unter Vertretern unterschiedlichster Industrien. Aber bei der Herstellung von Spirituosen? Gerade beim Whisky ist es doch eher so, dass man beim Öffnen der Flasche den Schotten in seinem Rock vor dem geistigen Auge hat, der aus dem alten Holzfass die Flasche abfüllt, welche man gerade in den Händen hält.

Mackmyra und der finnische Technologieanbieter Fourkind und Microsoft haben jetzt den ersten durch KI erzeugten Whisky vorgestellt. Ein Produkt, welches noch einzigartiger sein soll, als auf klassischem Wege produzierter Whisky. Laut Mackmyra ist die entwickelte KI offenbar in der Lage mehr als 70 Mio. verschiedene Rezepte zu generieren. Das erste verkaufsfertige Produkt soll im Herbst 2019 vorgestellt werden - vielleicht schon zum Köpenicker Whiskyfest?

Für Mackmyra steht jetzt schon fest, wenn sich die erzeugten Produkte am Markt durchsetzen, lässt sich so der wirklich komplexe Produktionsprozess deutlich verschlanken und somit Kosten sparen.

…und wenn man dem Computer einen Kilt umwirft, stimmt es vielleicht auch wieder mit der Whisky-Romantik. Wir freuen uns jedenfalls auf diese tolle Geschichte und werden die Jungs von Mackmyra dazu sicher noch einmal interviewen.

 

Bildnachweis: Adobe Stock Nr. 141116210, Alexi Tauzin

Geldanlage: Whisky mit Traumrendite

Wie die Wirtschaftswoche gerade berichtete, ist Whisky als Anlagegut aktuell besonders gefragt. Die Finanzkrise führte bereits vor einigen Jahren dazu, dass Anleger sich nach Alternativen Anlagegütern umgesehen haben: Kunst, Oldtimer, Münzen etc. – und hier kommt auch Whisky ins Spiel.

Single Malts sind begehrt und haben offenbar sogar die höchsten Renditen. Ein Single Malt von Macallan, gebrannt 1929 und erst nach 60 Jahren Fasslagerung abgefüllt, wurde kürzlich für 1,4 Millionen Euro versteigert. Nur zwölf Flaschen wurden von dem Destillat abgefüllt, zwei davon wurden erst vor einem halben Jahr für jeweils knapp unter 1 Million Euro verkauft. Eine rasante Wertsteigerung.

Der interessierte Anleger fragt sich jedoch zurecht, ob die rasanten Wertsteigerungen nicht langsam stagnieren und ob es sich noch lohnt in Single Malts zu investieren. Wir können hier keine Hilfestellung geben. Sicher ist, ohne ein profundes Wissen über Whisky sollte man mit seinen Investments wohl eher vorsichtig sein. Die Gefahr, dass die erwarteten Wertsteigerungen ausbleiben ist hoch. Erfahrene Anleger tendieren ohnehin dazu, sich schon während eines Hypes nach Alternativen Anlagegütern umzusehen.

Wir sind eh der Meinung, dass man Whisky besser trinkt, als ihn in den Safe zu stellen. Ob ihr diese Meinung teilt oder euch auf dem Whiskyfest mit unseren Experten über eure Anlagestrategie austauschen wollt, bleibt jedoch gänzlich euch überlassen.

 

Bildnachweis: Adobe Stock, Nr. 208792429, 5ph

Schwäbischer Whisky darf nicht "Glen" heißen

Bei Whisky geht es nun einmal auch um das Geschäft und viel Geld. Das musste jetzt eine kleine Brennerei aus der Nähe Stuttgarts erfahren, die ihren Whisky als "Glen Buchenbach" am Markt anbieten wollte. Die Rechnung haben sie jedoch ohne ein Konsortium schottischer Whiskyproduzenten gemacht... die wandten sich nämlich schon Mitte 2018 an den Europäischen Gerichtshof, welcher die Klage aber an die deutsche Justiz verwies. 

In Hamburg fiel nun das, zumindest für die Schwaben, wenig erfreuliche Urteil. Die Bezeichnung "Glen", im Englischen bzw. Schottischen für "Tal" genutzt, dürfen sie für ihr Produkt nicht nutzen, so die Richter. Der Namenszusatz beeinträchtige die besonders geschützte geografische Angabe "Scotch" und es kann hier zu Verwechselungen und somit zu Beeinträchtigungen der schottischen Produzenten kommen, führte das Gericht zur Begründung an. 

Die EU-Spirituosenverordnung schützt in der Auslegung des Gerichtes nicht nur die geografische Herkunftsbezeichnung, sondern auch damit verbundene bzw. angrenzende Bezeichnungen, welche ggf. zu Irreführungen führen kommen. Es komme dabei schon auf das einzelne Wort (hier "Glen") an, nicht auf den Gesamteindruck des Produktes. Klarstellende Angaben auf der Verpackung seien daher nicht ausreichend. 

Mehr zu dem Produkt, welches auf der Seite der Brennerei noch immer als Glen Buchenbach verkauft wird sowie Pressemeldungen etc. findet man auf www.waldhornbrennerei.de

Bildnachweis: Adobe Stock, Nr. 126552239, Kavita

Neu auf dem #KWF – die Slyrs Whisky aus Bayern

Bavarian Single Malt Whisky – vor 20 Jahren hätte einem das keiner abgenommen, aber seit 1999 setzen die Whisky-Pioniere aus Oberbayern alles daran, ihr Produkt am Markt zu etablieren und waren damit ziemlich erfolgreich.

Auf traditionelle Weise hergestellt, in neuen Fässern aus amerikanischer Weißeiche gereift, so begeistert der mehrfach ausgezeichnete SLYRS Bavarian Single Malt die Whisky-Fans weit über Deutschlands Grenzen hinaus.

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Warum die Zugabe von Wasser den Whiskygenuss beflügeln kann

Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit. Das fünfte Köpenicker Whiskyfest öffnet seine Tore und empfängt, zusammen mit einer Vielfalt unterschiedlicher Aussteller, rund um das Thema Whisky, seine Gäste. Neben vielen Whiskykennern sind auch Anfänger dabei, wie sich die Welt des Whisky erst noch erschließen möchten. Unser Event ist dafür ein guter Ausgangspunkt.

Bevor sich die Welt der Aromen in den vielen Whiskyvarianten dem Genießer erschließt, steht der Anfänger vor einer Menge Fragen. Zum Beispiel sieht man gelegentlich Genießer einen Tropfen Wasser in ihr Glas Whisky pipettieren. Aber warum?

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